DEPRESSION - THERAPIE IN BERLIN

Depression Symptome

Tiefe Niedergeschlagenheit, die Unfähigkeit Freude und Interesse zu empfinden sowohl verminderter Antrieb sind die Hauptsymptome depressiver Problemantiken. Von Depressionen betroffene Menschen haben große Mühe sich zur Verrichtung alltäglicher Aufgaben und Pflichten aufzuraffen, vermeiden zunehmend den Kontakt zu anderen Menschen und ziehen sich mehr und mehr von ihrer Umwelt zurück. Ständige Sorgen, Ängste, intensive Grübeleien, Denkhemmungen und ein tiefes Gefühl von Hoffnungslosigkeit lassen das Leben zur Qual werden. Symptome von Depressionen auf körperlicher Ebene wie Schlafstörungen , Konzentrationsstörungen, Müdigkeit und das Gefühl tiefer Erschöpfung, innere Unruhe, körperliche Beschwerden und Schmerzen, Appetitverlust sowie sexuelle Lustlosigkeit  setzen an Depressionen erkrankten ebenfalls stark zu. Betroffene entwickeln starke Minderwertigkeitsgefühlen und werten sich und ihr leben mehr und mehr ab. Scham-und Schuldgefühle über den eigenen Zustand  verstärken sich und treiben den sozialen Rückzug voran.

 

 

Die klinischer Bandbreite der Depression reicht von einzelnen depressiven Symptomen über unterschwellige und leichte Formen depressiver Störungen bis zu schwersten depressiven Erkrankungen.

Bei der Entstehung von Depressionen wird von einem Zusammenspiel biologischer, psychologischer und psychosozialer Faktoren ausgegangen. 

Zu den biologischen Vulnerabilitätsfaktoren zählen sowohl genetische Veranlagungen, als auch neuroendokrinologische Störungen, z. B. der Stressregulation. Chronischer Stress geht, bedingt durch eine permanente Stimulation der Stressachse (Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse) mit einer erhöhten Ausschüttung von Stresshormonen (Cortisol) einher. Diese hohen Mengen von Stresshormonen verhindern die Produktion und Wirkung anderer wichtiger Botenstoffe und stören so, die zur optimalen Reaktion auf Stressreize nötige Balance des Körpers.

 

Zu den psychosozialen Faktoren, die Menschen anfällig für Depressionen machen, zählen neben umweltbezogenen, entwicklungsgeschichtlich bedingten Verletzlichkeiten, wie traumatischen Erfahrungen in der Kindheit, Vernachlässigung, Isolation oder schlechten sozialen Bedingungen auch akute psychosoziale Belastungen wie Arbeitsplatzverlust, Tod oder Trennung von einer wichtigen Bezugsperson oder chronische Belastungen.

Psychologische Erklärungen zur Entstehung einer Depression gibt die Theorie der erlernten Hilflosigkeit von Martin Seligmann (1975) die davon ausgeht, dass negative Situationen, Probleme und Konflikte, die von einer betroffenen Person nicht kontrolliert werden können, zu Hilflosigkeit und Resignation, sowie zu depressivem Verhalten führt. Die Gründe für den Kontrollverlust schreiben sich Menschen dann selbst zu und entwickeln die Überzeugung, dass sie in ähnlichen unangenehmen Situationen immer wieder genauso hilflos und ausgeliefert sein werden. 

Die Kognitive Theorie nach Beck (1974) beruht auf der Annahme, dass lebensgeschichtliche negative Erfahrungen zur Ausbildung tief verinnerlichter schädlicher Annahmen geführt haben, die in belastenden Situationen reaktiviert werden. Diese selektive, negative Wahrnehmung, führt zu andauerndem und unfreiwilligem Gedankenkreisen um Themen wie Selbstkritik, Hoffnungslosigkeit, Vermeidung, Flucht und Selbsttötung. 

Die Verstärker-Verlusttheorie von Lewinsohn (1974) sieht die Ursache der Depressionsentstehung in dem Verlust verhaltensbezogener Belohnungsaspekte. Eine betroffene Person erhält über einen gewissen Zeitraum zu wenig Verstärkung (Belohnung) für ihr soziales Verhalten oder Aktivitäten und verliert in Folge dessen Interesse und Antrieb. 

Psychodynamische und tiefenpsychologische Konzepte sehen psychische Erkrankungen des Erwachsenenalters in frühkindlichen Erfahrungen begründet. In der frühkindlichen Entwicklungsphase entstandene Persönlichkeitseigenschaften wie emotionale Labilität, sowie mangelnde Ausbildung von Strategien zur Problemlösung , Bindungsstörungen und Störungen in der psychischen Strukturentwicklung führen zu einer erhöhten Anfälligkeit im späteren Leben an psychischen Erkrankungen, beispielsweise einer Depression zu erkranken. Ein wichtiger Faktor ist der Umgang mit den natürlichen, aggressiven Gefühlen eines Kindes: Wird kindliche Aggression ständig unterbunden, beginnt das Kind selbst dies Gefühle aus Angst vor Bestrafung oder Zurückweisung durch seine Eltern zu unterdrücken, um die Liebe und Zuneigung der Eltern nicht zu verlieren. Das Kind passt sich an und wehrt die aggressiven Impulse, Gefühle und Fantasien autoaggressiv ab, d. h. es wendet diese mit Selbstanklagen, Beschimpfungen, Nahrungsverweigerung oder Selbstverletzung nach innen gegen das eigene Selbst. Diese Verhaltensweisen waren für die Seele des abhängigen Kind überlebensnotwendig. Diese lebensgeschichtlich erworbenen Verhaltensweisen des Anpassen führen im Erwachsenenalter dazu, nicht in der Lage zu sein, Anderen Grenzen zu setzen. Die damit einhergehenden aggressiven Gefühle werden noch immer gegen sich Selbst gerichtet, anstatt für sich einzustehen und sich abzugrenzen. 

 

Depressionen mit professioneller Unterstützung eines Psychologen überwinden

In der Therapie mit an Depressionen Erkrankten ist es von großer Wichtigkeit, die Fähigkeit zur Selbstwahrnehmung und dem Ausdruck eigener Bedürfnisse und Grenzen  zu erlernen und zu stärken.

Depressionen gehören mit zu den häufigsten psychischen Erkrankungen und sollten professionell behandelt werden. Bei leichten Depressionen ist eine ambulante Psychotherapie häufig ausreichend. Mittelgradig bis schwere Depressionen benötigen neben Psychotherapie auch eine medikamentöse Behandlung. In Fällen von schweren Depressionen erfolgt die Behandlung meist stationär in einer psychiatrischen Einrichtung.

 

Wenn Sie glauben an depressiven Symptomen zu leiden, ist es wichtig sich professionelle Hilfe und Unterstützung zu holen. Gemeinsam können wir die Auslöser der Depression ans Licht bringen, ihre individuellen Denkmuster und Verhaltensweisen aufdecken, Ressourcen aufbauen und Ihre Handlungsfähigkeit stärken, um den Teufelskreis der Depression zu durchbrechen, damit Hoffnung und Lebensfreude wieder in Ihnen entstehen kann.

Entstehung depressiver Erkrankungen